Ihr Partner für Werkstofftechnik und Produktprüfung

Schadensanalyse nach VDI-Richtlinie 3822.

Sie suchen ein Prüflabor für eine Schadensanalyse oder Bruchanalyse? Wenn es um die Aufklärung von Materialversagen oder Bauteilfehlern geht, bieten wir sachverständige Unterstützung auf Grundlage der VDI 3822.

Unser spezialisiertes Team führt fundierte Schadensanalysen an Kunststoffen, Metallen und Elastomerbauteilen durch sowie an Verbundwerkstoffen und Keramik. Diese Analysen kommen in zahlreichen Industrien zum Einsatz, unter anderen in der Medizintechnik, im Maschinenbau und in der Automobiltechnik.

Schadensanalyse für Kunststoffbauteile

Kunststoffe sind aus modernen Anwendungen nicht mehr wegzudenken – ob in der Automobilindustrie, Medizintechnik, Elektronik- oder Verpackungsbranche. Trotz hoher Leistungsfähigkeit kann es durch mechanische, chemische oder thermische Einflüsse zu Materialversagen kommen.

Unsere Schadensanalysen gemäß VDI-Richtlinie 3822 helfen Ihnen dabei, die Ursachen von Material- und Bauteilversagen systematisch zu identifizieren und präventive Maßnahmen zur Schadensvermeidung zu entwickeln.

Typische Schadensfälle und Bruchanalysen bei Kunststoffen:

  • Bruch- und Rissbildung: Ursachenanalyse von Versprödung, Risswachstum und Ermüdungsbruch
  • Materialermüdung: Schädigung durch zyklische Belastung oder Umwelteinflüsse
  • Verarbeitungsfehler: Unregelmäßigkeiten durch ungleichmäßige Abkühlung, Lunker oder Delaminationen
  • Chemische Degradation: Beständigkeit gegen Lösungsmittel, Säuren, Basen und andere Chemikalien
  • Thermische Schäden: Analyse von Materialveränderungen durch Hitze, UV-Strahlung oder oxidativen Abbau
  • Adhäsionsprobleme bei Verbundwerkstoffen: Charakterisierung der Faser-Matrix-Haftung bei faserverstärkten Kunststoffen

Schadensanalyse für metallische Bauteile

Metallische Werkstoffe sind essenziell für zahlreiche Anwendungen in der Industrie, sei es im Maschinen- und Anlagenbau, der Luft- und Raumfahrt oder der Automobiltechnik. Trotz ihrer hohen Festigkeit und Haltbarkeit sind metallische Bauteile nicht immun gegen Materialversagen. Ursachen können mechanische Überlastung, Materialermüdung, Korrosion oder Fertigungsfehler sein.

Mit unserer Bruchanalyse nach VDI-Richtlinie 3822 ermitteln wir die Ursache des Schadens präzise und entwickeln darauf basierend Strategien zur Vermeidung künftiger Fehler.

Typische Schadensfälle bei metallischen Bauteilen:

  • Bruchversagen: Gewaltbruch, Dauerbruch, Ermüdungsrisse, Sprödbruch, Gleitbruch
  • Korrosionsschäden: Spaltkorrosion, Lochkorrosion, Reibkorrosion, interkristalline Korrosion
  • Verschleißbedingte Schäden: Abrasionsverschleiß, tribologischer Verschleiß, Erosionsverschleiß
  • Thermische Schäden: Veränderungen durch Wärmebehandlung, Überhitzung oder Oxidation
  • Schweißnahtfehler: Unregelmäßigkeiten an Schweißverbindungen, wie Heißrisse, Poren oder Bindefehler

FAQ

Wichtig: Bruchflächen, Korrosionsprodukte oder Ablagerungen dürfen nicht gereinigt, abgebürstet oder berührt werden – sie enthalten die entscheidenden Spuren. Verpacken Sie das Teil so, dass Bruchflächen sich nicht berühren (z. B. in Schaumstoff eingebettet). Idealerweise schicken Sie das gesamte geschädigte Bauteil inkl. Gegenstück bzw. Umgebungsteilen ein.

Einfache Fälle (Bruchflächenanalyse, Korrosionsart) bearbeiten wir in 1-2 Wochen. Komplexe Untersuchungen mit REM/EDX, Gefüge, mechanischer Prüfung und gutachterlicher Bewertung dauern 2-4 Wochen. Bei rechtlich relevanten Fällen wählen wir ein dokumentationssicheres Tempo vor Eile.

Dekra Automobil GmbH, Unidekstraße 5, 75015 Bretten

Legen Sie den Probebegleitschein (Download-Bereich) und eine Schadensbeschreibung bei: Einsatzort, Betriebsdauer, auffällige Ereignisse, mitgelieferte Zeichnungen oder Werkstoffangaben.

Die einzelnen Prüfmethoden innerhalb der Schadensanalyse (Metallographie, REM/EDX, Härteprüfung etc.) sind nach ISO/IEC 17025 akkreditiert. Die gutachterliche Gesamtbewertung nach VDI 3822 erfolgt durch unsere Sachverständigen und ist als solche gekennzeichnet.

Ja, unsere Gutachten sind so aufgebaut, dass sie vor Gericht, bei Versicherungen und in Regressverfahren verwendet werden können. Auf Wunsch treten unsere Sachverständigen auch als gerichtlich beauftragte Experten auf.

Bereits ab Einzelschadensfällen mit vierstelligem Schadensumfang lohnt sich die Analyse – entscheidend ist nicht der Einzelwert, sondern die Vermeidung einer Serienwiederholung. Häufig spart die Ursachenklärung ein Vielfaches der Prüfkosten.