Metallische Werkstoffe sind unsere Spezialität. Sie werden entsprechend ihrem Basismetall und nach dem Verwendungszweck unterteilt in Eisenwerkstoffe, Stähle (unlegiert, niedriglegiert, hochlegiert), Gusseisen und Nichteisenmetalle (NE-Metalle). Wir untersuchen und bewerten die unterschiedlichsten metallischen Werkstoffe, um materialkundliche Aufgabenstellungen aus
den Bereichen Entwicklung, Qualitätssicherung oder Schadensanalyse zu lösen.
Als zentraler und internationaler DEKRA Labordienstleister bieten unsere Expertinnen und Experten ein interdisziplinäres Prüfspektrum rund um chemische Sicherheit und Materialqualität an. Dazu zählen Umwelt- und Gefahrstoffanalysen, Schadstoff- und Emissionstests von Konsumgütern und technischen Produkten, Prüfungen von Betriebsstoffen und Bauteilen, Materialuntersuchungen von Kunststoffen und Metallen, Werkstoffprüfungen, Umweltsimulationstests sowie Schadensanalysen.
Unsere Leistungen im Überblick:
Metallographie
- Optische Emissionsspektroskopie (OES Analyse)
- Gefügeuntersuchung im Mikroschliff
– Wärmebehandlungszustand
– Korngrößenbestimmung
– Porositätsbestimmung nach VW 50093, VW 6093
– Primär Silizium-Kristall-Auswertung
– Randentkohlung - Schweißnahtuntersuchung im Schliff
- EDX-Analyse mit REM-Untersuchung
- REM Linescan und Mapping
Härteprüfung
- Brinell-Härte (HB) gemäß DIN EN ISO 6506
- Vickers-Härte (HV) gemäß DIN EN ISO 6507
- Rockwell-Härte (HRC) gemäß DIN EN ISO 6508
- Knoop-Härte gemäß DIN EN ISO 4545-1
- Mikrohärte nach Vickers (HV) in Anlehnung an DIN EN ISO 6507
- Einsatzhärtetiefe (CHD) nach DIN 6773 und DN ISO 15787
- Nitrierhärtetiefe (NHT) nach DIN 6773 und DN ISO 15787
- Randschichthärtetiefe (RHT) nach DIN 6773 und DN ISO 15787
- Härteverlaufsprüfung nach DIN 6773 und DN ISO 15787
- Härteprüfung in einer Schweißnaht gemäß DIN EN ISO 9015
FAQ
Für die meisten metallographischen Untersuchungen (Gefüge, Härteverlauf, Schweißnaht) benötigen wir ein repräsentatives Stück des Bauteils. Ideal sind Probenstücke von ca. 20 × 20 × 10 mm; bei Schadensteilen senden Sie das Originalbauteil möglichst unverändert ein – auch Bruchflächen nicht reinigen.
Bei OES-Analysen brauchen wir eine ebene, metallisch blanke Fläche von mindestens 10 × 10 mm. Im Zweifel sprechen Sie uns vorab an, dann geben wir Ihnen die optimale Probengeometrie durch.
Standardaufträge wie Gefügeuntersuchung, Härteprüfung oder OES-Spektralanalyse bearbeiten wir in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen nach Probeneingang.
Express-Bearbeitung (24–72 h) ist nach Absprache möglich.
Umfangreiche Untersuchungspakete (z. B. Schadensanalyse mit REM/EDX) können 2–4 Wochen in Anspruch nehmen.
Bitte senden Sie Ihre Proben zusammen mit dem ausgefüllten Probebegleitschein (verfügbar im Download-Bereich unserer Website) an:
Dekra Automobil GmbH, Unidekstraße 5, 75015 Bretten.
Auf dem Begleitschein geben Sie Werkstoffbezeichnung, gewünschten Prüfumfang und Ansprechpartner an – das beschleunigt die Bearbeitung erheblich.
Ja, ein Großteil unserer Metallprüfungen (Härteprüfung nach DIN EN ISO 6506/6507/6508, Metallographie, OES-Analyse) ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 durch die DAkkS akkreditiert. Ob Ihre konkrete Prüfung im akkreditierten Umfang liegt, ist im Angebot und Prüfbericht gekennzeichnet.
Unsere Prüfberichte dürfen nur vollständig und unverändert weitergegeben bzw. veröffentlicht werden. Auszüge oder Marketing-Aussagen („DEKRA-geprüft“) erfordern unsere schriftliche Freigabe, sind aber grundsätzlich möglich.
Das DAkkS-Logo selbst darf nicht verwendet werden. Ein Verweis auf die akkreditierte Prüfung inkl. Norm und Berichtsnummer ist hingegen üblich und zulässig.
Wir bieten an, DEKRA-Siegel für bestimmte Produktgruppen einzuführen, die unterschiedliche Qualitätskriterien in zyklischen Prüfabständen bewerten.
Ja, über die Kombination aus OES-Spektralanalyse, EDX im REM und Gefügebild lassen sich Werkstoffzuordnungen eindeutig klären. Das wird häufig bei Wareneingangsprüfungen, Reklamationsfällen oder bei Verdacht auf Lieferantenbetrug eingesetzt.
