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Beständigkeit gegenüber Chemikalien

Chemikalienbeständigkeitsprüfung nach DIN EN ISO 2812 und OEM-Vorgaben

Die Beständigkeit von Werkstoffen gegenüber Chemikalien ist entscheidend für ihre Eignung in anspruchsvollen Anwendungsbereichen – sei es im Fahrzeuginterieur, im Maschinenbau oder bei Verpackungen mit Medienkontakt. DEKRA prüft Kunststoffe, Lacke, Dichtungen, Folien, Textilien und Beschichtungen unter praxisnahen Bedingungen auf ihre Medienresistenz.

Typische Prüfmedien:

  • Säuren (z. B. Salzsäure, Zitronensäure)
  • Basen und alkalische Reinigungsmittel
  • Ethanol, Isopropanol und andere Alkohole
  • Kraftstoffe und Betriebsstoffe (z. B. Diesel, AdBlue, Bremsflüssigkeit, Scheibenreiniger)
  • Kosmetika, Sonnenschutzmittel, Hautpflegeprodukte
  • Industrielle Reinigungs- und Desinfektionsmittel

Prüfverfahren zur Chemikalienbeständigkeit:

Unsere Prüfungen erfolgen in Anlehnung an die DIN EN ISO 2812 (Teil 1–4) sowie an kundenspezifische Spezifikationen der Automobil- und Verpackungsindustrie.

Wir bieten u. a.:

  • Tropfentests: definierte Mengen der Prüfmedien werden auf die Oberfläche aufgebracht und zeitgesteuert ausgewertet
  • Volleinlagerungen: komplette Eintauchprüfungen von Prüfkörpern in das Medium bei definierten Temperaturen und Zeiten
  • Einlagerung mit saugfähigen Medien (z. B. Filterpapier, Baumwollvlies): simuliert längere Einwirkzeiten oder Resteinwirkung unter Realdruck
  • Prüfungen unter mechanischer Vorspannung (Spannungsrissprüfungen) zur Bewertung von Rissbildung nach DIN EN ISO 22088
  • Konditionierung vor und nach der Prüfung: u. a. Lagerung bei 23 °C / 50 % rF, Klimakammer, Wärmeschrank

Bewertungskriterien:

Nach Einwirkung der Prüfmedien werden Veränderungen wie:

  • Farbänderung, Glanzverlust, Aufquellen, Blasenbildung, Rissbildung oder Abplatzungen
  • Verlust mechanischer Eigenschaften (z. B. Bruchfestigkeit, Elastizität)
  • Veränderung der Masse oder Dimensionen

dokumentiert und nach Normvorgaben oder Kundenspezifikationen bewertet.

Anwendungsfelder:

Unsere Chemikalienbeständigkeitsprüfungen finden Anwendung in:

  • Automotive (Innenraumteile, Motorkomponenten, Gehäuse, Schläuche)
  • Medizin- und Labortechnik
  • Verpackungen mit Lebensmittel- oder Chemikalienkontakt
  • Haushaltsgeräte, Elektronik, Beschichtungen und Oberflächen

Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung in der Prüfung chemischer Beständigkeit.

Wir unterstützen Sie bei Werkstoffvergleichen, Freigabeprüfungen und Schadensanalysen – schnell, normgerecht und dokumentationssicher.

FAQ

Plattenförmige Proben 50 × 50 mm oder Zugstäbe – je Medium und Auswertezeitpunkt mindestens 3 Proben. Originalbauteile sind möglich, wenn ein Referenzbereich unbeaufschlagt bleibt.

Standardzeiten betragen 24 h, 168 h oder 672 h (28 Tage). Je nach Programm 2 Tage bis 6 Wochen; für Langzeitbeständigkeit auch bis 12 Wochen.

Dekra Automobil GmbH, Unidekstraße 5, 75015 Bretten.

Legen Sie bitte den Probebegleitschein (Download-Bereich) sowie Sicherheitsdatenblätter der Prüfmedien bei.

Ja, ISO 175, ISO 22088 und eine Vielzahl kundenspezifischer Listen (z. B. Desinfektionsmittelprüfungen) sind DAkkS-akkreditiert.

Ja, mit Nennung des Mediums, der Konzentration, der Einwirkdauer und des Bewertungskriteriums. Pauschalaussagen sollten vermieden werden.

Masseänderung, Dimensionsänderung, visuelle Beurteilung (Quellung, Verfärbung, Rissbildung) sowie mechanische Restwerte (Zugfestigkeit, Bruchdehnung).